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Nachhaltige Urbanisierung
Ein freundliches Lächeln ist noch mehr wert als ein gutes chinesisches Essen
Datum: 8.Jul. 2009    
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Schlagworte: Station Nanjing    Wissenschaft und Bildung    Schüleraustausch    
 
Ein Schüleraustausch ist in vielen Fällen die erste Auslandserfahrung, die junge Menschen in ihrem Leben machen. Jeder Schüler, der an einem solchen Austausch teilgenommen hat, kennt den Wirrwarr der Gefühle, den man kurz vor der Abreise und an den ersten Tagen verspürt. Die Freude mischt sich mit einer Portion Abschiedsschmerz, die Neugierde mit Heimweh. Die Angst vor der neuen Umgebung bringt manchen Schüler wohl auch dazu, eine Träne zu vergießen. Ein Glück, dass man in der Regel eher die positiven als die negativen Erfahrungen im Gedächtnis behält und den Austausch im Rückblick als großen Gewinn betrachtet!

Eine wichtige Rolle, wen wundert es, spielt das Essen. Diese Erfahrung machten auch die Austauschschüler der Nanjinger Fremdsprachenschule. „Deutschland hat mir sehr gut gefallen, die Menschen sind freundlich und alles ist so ordentlich, doch an das Essen kann ich mich nicht gewöhnen“. Auch wenn der Verzicht auf chinesisches Essen schwerfiel, so fühlten sich die Schüler dennoch von ihrem Gastland und ihren Gastfamilien sehr umsorgt.

Zwischen der Fremdsprachenschule Nanjing und dem Gymnasium Ehingen besteht seit mehreren Jahren eine Schulpartnerschaft, die es chinesischen Schülern ermöglicht, innerhalb von drei Jahren das deutsche Abitur zu erwerben oder bei einem einjährigen Austausch ihre Deutschkenntnisse zu verbessern und durch den Aufenthalt in einer Gastfamilie Land und Leute kennenzulernen. Die Schüler des Gymnasiums Ehingen können im Gegenzug regelmäßig an einem Austausch nach China teilnehmen. Die letzte Delegation aus Ehingen, die aus Schülern, Lehrern und dem Oberbürgermeister der Stadt, Johann Krieger, bestand, reist anlässlich der Deutschland-Promenade an und hat so die Möglichkeit, im Kulturpavillon über ihre Erfahrungen zu berichten.

Begeistert waren die chinesischen Teilnehmer vom Unterricht und vor allem dem Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern: „Deutsche Lehrer diskutieren mit den Schülern, lassen ihre Meinungen gelten und sind sehr offen im Umgang, fast freundschaftlich.“ Während die chinesische Seite vom Miteinander im Schulalltag begeistert war, konnten die deutschen Schüler ihre Faszination von der Disziplin, mit der an chinesischen Schulen gelernt wird, nicht verbergen. Erstaunen auch allenthalben darüber, „wie viel Information in Schülerköpfe passt, die auch noch verstanden und behalten wird“.

Auch wenn es in Bezug auf die Essgewohnheiten noch unterschiedliche Meinungen gab, beide Seiten betonten immer wieder, wie viel sie voneinander lernen könnten und dass der Schüleraustausch für das kulturelle Verständnis und die gegenseitige Akzeptanz äußerst förderlich sei.
 
 
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