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„Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung" 6. Station EXPO Shanghai 2010

Mit einem vielseitigen Programm und einem spektakulären Auftritt geht  auf der EXPO in Shanghai die dreijährige Veranstaltungsreihe „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ zu Ende. Weit über eine Million Menschen haben bis jetzt an den Ausstellungen, Konferenzen, Aufführungen und Festivals dieser größten deutschen Veranstaltungsreihe im Ausland teilgenommen. Schirmherren sind Bundespräsident Horst Köhler und Staatspräsident Hu Jintao.

Zwischen Herbst 2007 und Herbst 2009 machte „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ in fünf wichtigen chinesischen Regionalmetropolen Station. Unter dem Schwerpunktthema „Nachhaltige Urbanisierung“ arbeiteten chinesische  und deutsche Fachleute aus Politik und Wirtschaft, Stadtplanung, Kultur und Bildung an gemeinsamen Lösungsansätzen für globale Fragen und entwickelten im Dialog mit den Bürgern Visionen für ein modernes Großstadtleben im 21. Jahrhundert. So sind viele neue Impulse für die deutsch-chinesische Zusammenarbeit entstanden – und konkrete Ideen für ein „besseres Leben in besseren Städten“.

Die EXPO in Shanghai ist die sechste und letzte Station. Als einziger Teilnehmer der EXPO, der weder Staat noch Stadt, Region, Internationale Organisation oder Unternehmen ist, präsentiert sich die Veranstaltungsreihe vom 1. Mai bis zum 31. Oktober auf der Weltausstellung mit dem „Deutsch-Chinesisches Haus“. Im Inneren des „Deutsch-Chinesischen Hauses“  lädt ein interaktives Stadtspiel die Besucher ein, ihre eigene Stadt zu bauen und zugleich Kernthemen der Urbanisierung kennenzulernen. Im „Forum“ des nur wenige Gehminuten entfernten Deutschen Pavillons „balancity“ stellt „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ lebendige Beispiele für deutsch-chinesischen Erfahrungsaustausch vor. Das Begleitprogramm umfasst die „Urban Akademie“, bei der sich Experten, Wissenschaftler und Künstler zum Fachaustausch treffen, sowie ein abwechslungsreiches Kulturangebot aus deutsch-chinesischen Beiträgen von Popmusik bis zur Oper.

Nachhaltig und spektakulär – Das „Deutsch-Chinesische Haus“

Das zweistöckige „Deutsch-Chinesische Haus“ besteht aus Bambus und hat – wohl als einziges Gebäude der EXPO – bi-nationalen Charakter. Bambus ist ein schnell nachwachsender Rohstoff und daher ein besonders umweltfreundliches und Ressourcen schonendes Material. Der Künstler Markus Heinsdorff verknüpft diesen seit Jahrhunderten in China bewährten Baustoff mit modernen Technologien, verbindet Tradition mit Hightech. Für das „Deutsch-Chinesische Haus“ verwendet er acht Meter lange Bambusstämme aus Südchina. Kühlung und Beleuchtung sind energie-effizient gestaltet. Das 250 qm große „Deutsch-Chinesische Haus“ ist jedoch nicht nur umweltfreundlich, sondern auch mobil: Es kann komplett zerlegt und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden.

Für die planerische Umsetzung, die Lösung vieler neuartiger technischer Fragen und das umfangreiche Genehmigungsverfahren war das deutsch-chinesische Architekturbüro MUDI verantwortlich. Die Messebaufirma Shanghai Oriental Exp Services realisierte den Bau.

„Das Stadtspiel – Gemeinsam in Bewegung“

„Let’s jump“ heißt es im „Deutsch-Chinesischen Haus“. Ein interaktives Stadtspiel führt die Herausforderungen von Urbanisierungsprozessen vor Augen. Die RWTH Aachen, Deutschlands größte Technologie-Universität, hat die chinesische Tradition des Schattenspiels mit moderner Computertechnologie verknüpft. In kleinen Gruppen treten die Besucher des „Deutsch-Chinesischen Hauses“ vor eine Leinwand und werfen bewegend und hüpfend ihre Schatten an die Wand. Intelligente Software verwandelt die Körperumrisse in Häuser und Bäume, in Elektrizität und Wasser. Wie durch Geisterhand entstehen in Echtzeit Stadtblöcke, die mit jeder Gruppe zu einer noch größeren Stadt zusammenwachsen. Am Ende des Spiels erhält jede Gruppe einen Code und kann sich ihren Stadtblock im Internet herunterladen. Wer die Fragestellungen der nachhaltigen Urbanisierung vertiefen möchte, lässt sich anschließend an multimedialen Informationsterminals von Experten in Ideen und Lösungsansätze für zukunftsweisende Stadtplanung, Architektur, Energieversorgung, Wasser, Mobilität und Gesundheit einführen.

Workshops und Ausstellung – Die „Urban Akademie“

Wie sieht die Stadt der Zukunft aus, was bedeutet nachhaltige Urbanisierung? Diese Fragen diskutieren chinesische und deutsche Architekten, Wissenschaftler und Künstler auf den Workshops und Konferenzen der „Urban Akademie“. Diese findet EXPObegleitend in Shanghai statt und endet im September im Himalaya-Museum mit einer Ausstellung der besten Urbanisierungsprojekte Chinas.

Plattform für interkulturellen Dialog – Die Ausstellung „Gesichter von Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ im Forum des Deutschen Pavillons

Gegenseitiges Verstehen, miteinander lachen und voneinander lernen, gemeinsam nach Lösungen für die Zukunft suchen - das sind die Grundlagen erfolgreicher Zusammenarbeit. Während der ersten fünf Stationen von „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ kam es in Diskussionen und auf Konferenzen, in Ausstellungen, bei Aufführungen und beim Popfestival und nicht zuletzt auf der Straße zu anregenden Begegnungen und konstruktiven Dialogen, woraus konkrete Projekte hervorgegangen sind. Die Ausstellung „Gesichter von Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ im „Forum“ des Deutschen Pavillons auf der EXPO präsentiert  einige Beispiele,  wie die Ideen und Impulse einzelner Menschen zur Energie und zur Lebensqualität der Städte beitragen können. Gezeigt werden dabei Teilnehmer der Veranstaltungsreihe wie die Musiker Tobias Escher und Li Tianlong (alias „Jazz Boy“) oder Dr. Zhang Hui und Prof. Hans-Peter Leimer. Sie erzählen von ihrer ganz persönlichen deutsch-chinesischen Begegnung. In der Ausstellung wird deutlich, dass „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“  zu einer Plattform des Austauschs geworden ist — für Fachleute, Künstler und Bürger, für Wissenschaftler, Lehrer und Unternehmer, über Landes -, Kultur- und Sprachgrenzen hinweg.

 
 
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