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Chinas Wirtschaft profitiert in besonderem Maße von seinen Wanderarbeitern. Ihre Zahl wird mit 130 Millionen landesweit angegeben, in der Provinz Guangdong, zu der auch die Stadt Guangzhou gehört, gibt es 23 Millionen.
Lange Zeit wurden die Belange der Wanderarbeiter vernachlässigt. Seit einigen Jahren ist hier jedoch eine Trendwende zu beobachten. An dieser Stelle soll über zwei Entwicklungen in Guangzhou berichtet werden.
Seit Jahren beklagen chinesische Arbeitgeber einen Arbeitskräftemangel in der Region Guangdong. Arbeiter verlassen die Region, um im Jangtse-Delta zu arbeiten. Als Reaktion darauf erhöht die Provinzregierung von Guangdong seit 2005 kontinuierlich die Mindestlöhne für Wanderarbeiter. In Guangzhou stiegen die Mindestlöhne letztmalig 2007 auf 780 Yuan (78 €) pro Monat.
Ein von der Stadt finanziertes Projekt kümmert sich um die alltäglichen Angelegenheiten der Wanderarbeiter. Das Jinyan-Heim an der Dadongjie-Straße ist ein Kulturzentrum mit speziellen Angeboten. Ganz wichtig dabei ist der Kontakt der Arbeiter untereinander. Das erleichtert zum einen das Heimweh, zum anderen bietet das Heim ein Angebot an Aus- und Weiterbildungen an. Durch die Aneignung besonderer Fähigkeiten werden die Arbeiter für höherwertige und besser bezahlte Stellen interessant. Ebenso gehört eine Rechtsberatung zu den Veranstaltungen im Kulturzentrum. Das Jinyan-Heim hilft auch bei der Wohnungssuche. Speziell für die Wanderarbeiter gibt es eine Art sozialen Wohnungsbau, denn trotz der Lohnerhöhungen können sich viele Wanderarbeiter nach wie vor keine Wohnung auf dem freien Markt leisten.
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